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Projekt "Fallschirm"

Ein Modell zur Stärkung von Kind, Familie und pädagogischen Fachkräften.

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Kinder, die in einer Familie leben, in der ein oder beide Elternteile alkohol-, drogen-, spiel- oder medikamentenabhängig sind oder eine Essstörung haben, sind stark belastet. Überforderung, Hilflosigkeit, Angst, Unsicherheit und Scham prägen die Lebenssituation der Kinder.

Sucht ist eine Krankheit, die die ganze Familie betrifft. Es ist für alle schwer, sich das Problem einzugestehen. Eine Abhängigkeit gehört zu den tabuisierten Krankheiten, Sucht wird oftmals mit Schwäche, Versagen oder Schande gleichgesetzt.

Viele Kinder reden mit niemandem über ihre Situation. Hinzu kommt, dass viele Eltern glauben, ihre Kinder würden von der Suchtkrankheit nichts merken.

Damit betroffene Kinder sich gesund entwickeln können, brauchen sie Unterstützung und Begleitung. Die Suchtberatung hat deshalb in Kooperation mit der Erziehungsberatung ein Unterstützungsangebot entwickelt, das sowohl präventiv ausgerichtet ist, als auch Verhaltensauffälligkeiten begegnet.

Unser Angebot richtet sich an:

  • Kinder (2. bis 6. Klasse)
  • Familien, in denen es einen oder mehrere suchtkranke/n Elternteil/e gibt
  • Verwandte und andere Bezugspersonen, die einem belasteten Kind helfen wollen
  • Pflegefamilien, die ein Kind aufgenommen haben, dessen Eltern suchtkrank sind
  • pädagogische Fachkräfte, die ein betroffenes Kind betreuen und gezielt unterstützen wollen

 

Unser Angebot für Kinder:
 
Ab dem 23.03.2016 können sich die Kinder jeden Mittwochnachmittag für drei Stunden in einem geschützten Raum treffen.
Wir bieten:
 
  • Gruppenarbeit mit Kindern
  • begleitende Elternarbeit
  • kindgerechte Informationen zur Sucht
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Entwicklung von Schutzmechanismen (Abbau von Schuldgefühlen, Nein-Sagen-Können, ...)
  • Aufbau und Förderung sozialer Kompetenzen (Frus-trationstoleranz, Problemlöse- und Kommunikations-fähigkeit, ...)
  • aktive Auseinandersetzung mit Gefühlen, Spaß, Unbe-schwertheit und viele kreative Ideen!
Unser Angebot für pädagogisches Fachpersonal
 
Auch Erzieher und andere Helfer oder Bezugspersonen mit Erziehungsverantwortung (Lehrer, Mitarbeiter in Jugendzentren, ...) können sich co-abhängig verhalten, obwohl sie das Gegenteil für das Kind bewirken wollen.
Wir bieten:
 
  • allgemeine Informationen zum Thema Sucht/-entwicklung
  • Anregungen zur eigenen Reflexion
  • Informationen zum Umgang mit Eltern (z. B. Wie gestalte ich Elterngespräche?)
  • einen methodischen „Werkzeugkoffer“ (Gesprächstechniken)
 
Viele Kinder aus suchtbelasteten Lebensgemeinschaften, Familien oder suchtkranker Eltern werden im späteren Leben selbst abhängig. Dem wollen wir vorbeugen!
 
Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen.